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  Badminton: SM-Medaillen für Monika Fischer, Martin Knecht, Jasmin Pang und Shane Razi

Unbelastet unter die Besten

In den Halbfinal stiess Monika Fischer vom Badmintonclub Adliswil an der Schweizer Meisterschaft vor, die ihr Verein am Wochenende ausrichtete. Unerwartet Bronzemedaillen im Doppel gewannen Martin Knecht, Jasmin Pang und Shane Razi.

Zürichsee-Zeitung, Montag 6. Februar 2006
Stefan Kleiser


«Es war Zeit, dass ich dem Nationaltrainer zeige, was ich kann», sagt Monika Fischer. Dieser hatte die Spielerin vom Badmintonclub Adliswil nicht für den Thomas & Uber Cup aufgeboten. «Ich war sehr sehr enttäuscht.» Am Wochenende hat Fischer an der Schweizer Meisterschaft in der Sporthalle Tüfi in Adliswil das Halbfinale erreicht und ihre erste Medaille bei der Elite gewonnen. Gegen Corinne Jörg nutzte sie ihre Chance auf einen Platz im Endspiel aber nicht und unterlag in einer von Fehlern geprägten Partie in zwei Sätzen.

Fischer hat in den letzten zwölf Monaten aber mental grosse Fortschritte gemacht. Nach Abschluss der Lehre, der Reduktion des Arbeitspensums auf 60 Prozent und dem Wechsel in den Nationalliga-A-Verein vor 1 1/2 Jahren habe sie sich zu stark unter Druck gesetzt, sagt die 21-Jährige. Sie habe sich «zu stark auf ein zu weit entferntes Ziel konzentriert» (die Teilnahme an Olympischen Spielen). Jetzt schaue sie von Turnier zu Turnier - und geht dank der Hilfe einer Mentaltrainerin ohne Druck, dafür mit Spass ins Spiel.

Knecht / Razi gewinnen Bronze

Überraschend gewannen Martin Knecht und Shane Razi eine Bronzemedaille im Herren-Doppel. Zwar stand das Talent Razi bereits 2005 im Endspiel (mit Bruder Irfan). Doch für Knecht war der Vorstoss in die Halbfinals eine Première: Er konnte sein Glück kaum fassen.

 

Dabei hatten der 32- und der 18-Jährige nur zufällig zueinander gefunden - weil beide wenige Tage vor Meldeschluss ohne Partner dagestanden hatten. Im Training harmonierten die zwei gar nicht. «Aber das war ein gutes Zeichen», sagt Razi, «mit Irfan vor einem Jahr war es im Training auch eine Katastrophe».

Eine Bronzemedaille gewann weiter Jasmin Pang im Damen-Doppel. Für die frühere Nationalspielerin ist das ein Erfolg, weil sie neben ihrem Studium nur noch zweimal in der Woche trainiert. Auch mangle es ihr an Spielpraxis, sagt die 25-Jährige. Im Club werde vor allem Doppel gespielt, und in der Adliswiler NLA-Equipe ist Pang derzeit nur ab und zu erste Wahl. Mit Petra Kretzer habe sie zudem zwei Jahre nicht mehr Doppel gespielt, so Pang. Dafür nun auf Anhieb gleich wieder mit Erfolg.


Keine Medaillen

Als Favoriten waren Michael Spühler, Philipp Kurz und Huwaina Razi vom BC Adliswil zur Schweizer Meisterschaft angetreten. Sie blieben ohne Medaille. «Selber schuld, wenn ich mit zwei Verletzten antrete», resümierte Doppelspieler Kurz nach zwei 1.-Runden-Niederlagen. Spühler plagte ein schmerzender Ellenbogen, Razi eine lädierte Schulter. Spühler/Kurz scheiterten im Startspiel an den routinierten Stefan und Markus Arnet. Kurz/Razi unterlagen Line Rennwald und Sacha Criblez - obwohl sich Rennwald im dritten Satz den Fuss übertrat und danach kaum mehr nach den Shuttles lief. Prompt meldete sich Razi, seit Wochen ausser Form, vom Damen-Doppel ab. Im Einzel brach Spühler im Viertelfinal ein. Gegen Simon Enkerli führte er 15:3 und 10:2, war dann aber unfähig, gleich weiterzuspielen - und zwar im Kopf. (skl)

 
       
   
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